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Was man darunter versteht

Unter einer Beteiligungsfirma oder einer Beteiligungsgesellschaft wird ein Unternehmen verstanden, dessen Geschäftszweck darin besteht, Anteile an anderen Unternehmen zu kaufen, zu halten und zu verkaufen.

Nutzen

Im Unterschied zu einer Holding, die - oft aus steuerlichen oder haftungsrechtlichen Gründen - Anteile an Schwester- und Tochterunternehmen aus einer Unternehmesgruppe hält und damit Teil eines Konzerns ist, besteht bei der Beteiligungsfirma meist zuvor keine direkte Verbindung zu den Unternehmen, deren Anteile sie kauft.

Sie ist dadurch ein reiner Investor, der sich durch seine Anteilskäufe eine Rendite erhofft. Das Modell, in dem ein privater Geldgeber (im Unterschied zu einer Bank) Kapital in ein fremdes Unternehmen steckt, wird auch "private equity" genannt.

Tätigkeitsfelder

Häufig treten Beteiligungsfirmen als Finanziers für Start-ups auf, die mangels Sicherheiten keine Aussicht auf einen Bankkredit hätten. Die Beteiligungsfirma überlässt diesen Unternehmen einen vereinbarten Betrag und wird im Gegenzug Minderheitsgesellschafter. Wenn das Unternehmen am Markt Erfolg hat und sein Wert steigt, kann die Beteiligungsfirma ihre Anteile mit Gewinn wieder verkaufen. Da diese Investments mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals verbunden sind, spricht man auch von Wagniskapital (englisch "venture capital").

Viele auf Wagniskapital spezialisierte Beteiligungsfirmen bieten den Unternehmen, deren Anteile sie kaufen, auch Unterstützung an beim Aus- und Aufbau ihres Geschäfts. Obwohl sie als Minderheitsgesellschafter nicht gegen den Willen der Mehrheitseigner agieren können, nehmen sie regelmäßig einen hohen Einfluss auf das operative Geschäft. Häufig streben Beteiligungsfirmen eine Dauer ihres Investments von zwei bis sieben Jahren an,bevor sie ihre Anteile wieder verkaufen.

Was zu beachten ist

Nicht jede Beteiligungsfirma nutzt eigenes Kapital, um es in andere Unternehmen zu investieren. Viele verwalten auch die Geldanlagen Dritter, zum Beispiel aus Private-Equity-Fonds. Solche Fonds können Private oder Unternehmen als Geldanlage nutzen; die Beteiligungsgesellschaft erwirtschaftet Erträge mittels erfolgreichen Unternehmensbeteiligungen und schüttet diese an die Anleger aus.